Antivirale Therapie

Unter den sekundären Immunschwächekrankheiten nimmt die HIV-Infektion einen breiten Raum ein. Durch rechtzeitigen und gezielten Einsatz von antiviralen Therapien, gelingt es heute zunehmend die schweren Immundefekte, die das HI-Virus verursacht, zu verhindern.

Insbesondere die antiretrovirale Kombinationstherapie hat den Verlauf der HIV-Infektion dramatisch verändert.

Schwerkranke Patienten haben sich unter dieser Therapie wieder erholt. Aber es sind noch wichtige Probleme ungeklärt.

Trotz Maximalunterdrückung der Virusvermehrung (Viruslast <20 Kopien/µl) kommt es bei vielen Patienten nur zu einer mehr oder weniger unvollständigen Regeneration des Immunsystems.

Alle bisherigen Untersuchungen sprechen dafür, dass HI-Viren nicht vollständig aus dem Körper eliminiert werden können. Das bedeutet, dass die antiretrovirale Therapie eine lebenslange Behandlungsform darstellt.

Solange sich Viren im Körper vermehren, entstehen resistente Varianten, die auf die eingesetzten Medikamente nicht mehr ansprechen. Auf Grund von „Kreuzresistenzen“ kann bei Therapieversagen nicht auf eine beliebige neue Kombination umgestellt werden.

Hier können dann Resistenztests weiterhelfen.